Da hat es mich doch erwischt: Erkältung mit extremer Schniefnase! Am Donnerstag ging es los und gefährdete die Wochenendplanung. Doch durch den beherzten Einsatz diverser Papiertaschentücher und mit der Unterstützung von Nasenspray ließ sich die Belastung auf ein erträgliches Maß reduzieren. Das Wichtigste dabei: Meine Geschmacksnerven versagten ihren Dienst nicht, so dass ich am Samstag beruhigt zum chinesischen Brunch aufbrechen konnte, dem sogenannten „Yum Cha“.
Mit Helen und Anthony traf ich mich also im dritten Stock des Haymarket, einer Shoppingmall in Chinatown, um an einem von geschätzten 100 Tischen in einem großen Saal Platz zu nehmen. Wieder durfte ich eine neue Art des Essen Bestellens kennen lernen: Statt wie gewohnt am Tisch die Bestellung aufzugeben oder sich an einem Buffet zu bedienen, wird hier das Essen auf Wagen durch die Tischreihen gefahren und an den Tischen angeboten, entweder kurz zuvor in der Küche oder direkt auf dem Wagen zubereitet. Die Auswahl der Speisen habe ich dabei vertrauensvoll Helen und Anthony überlassen, ich weiß z.T. heute noch nicht so genau, was alles auf dem Tisch war, aber geschmeckt hat’s trotzdem. Bei einem Gericht haben wir aber dann doch beschlossen, es besser nicht zu bestellen, Experimentierfreude hin oder her…!
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Zunächst die Wochenmeldung vorweg: Wir sind vollständig! Das heißt konkret, dass das andere Zimmer am Mittwoch von Thomas, einem echten Pariser, bezogen wurde. Dieser ist französischer Jurareferendar und wird bis Weihnachten bleiben, um einen Englischkurs zu belegen und danach ein Praktikum bei einer Kanzlei in Sydney zu absolvieren. Obwohl er nicht von sich überzeugt ist, finde ich sein Englisch eigentlich ganz gut. Den französischen Akzent wird er wahrscheinlich nur schwer los werden – so wie ich den deutschen –, aber der macht ihn irgendwie sympathisch.
Samstag: Ausflugstag! Fast hatte ich schon die Hoffnung auf einen Outdoorladen aufgegeben, in dem ich eine Funktionsjacke kaufen kann. In der vorigen Woche bin ich schließlich durch die (gefühlt!) halbe Stadt gelaufen, um einen solchen zu finden. Selbst in dem größten australischen Bekleidungsgeschäft mit sechs Etagen gab so etwas nicht. Dabei bin ich nur mehrmals an den 200m Straße vorbeigelaufen, in denen anscheinend alle Geschäfte versammelt sind, die Outdoorartikel verkaufen… Letztlich fand ich, was ich suchte!
Highlight des Tages war zweifelsohne die Abendgestaltung! An dieser Stelle ein großes Dankeschön an Silke, die mich freundlicherweise mit Helen und Anthony bekannt gemacht hat! Die beiden führten mich in ein japanisch-koreanisches Restaurant in einer Seitengasse mitten im Sydneyer Hochhausdschungel. Das Prozedere dort ist wie folgt: Man bestellt ein Buffet, bekommt einen Grill auf den Tisch und die Uhrzeit wird notiert. Dann hat man hat 60 min Zeit, um aus etwa 40 Speisen das zu wählen, was man am Tisch selbst grillen möchte. Nach 60 min wird die Bestellung für das Dessert aufgenommen und nach 90 min verlässt man äußerst satt und höchstzufrieden die Lokalität. Ich kann nur sagen: einmalig!
Damit aber nicht genug: Helen und Anthony haben mich sogar noch mitgenommen auf eine kleine Sydneyrundfahrt. Über die Harbourbridge ging es zur Permanentkirmes „Luna Park“, durch den Nordteil der Stadt, vorbei am Fingerwharf und zurück durch „Kings Cross“, die Reeperbahn Sydneys, bis vor die Haustür. Zwischendurch gab’s ziemlich beeindruckende Aussichten…
Vielen Dank an Helen und Anthony für diesen tollen Abend, und an Silke für den Kontakt!
P.S.: Ich sehe gerade, dass ich die Bilder fälschlicherweise in Originalgröße hochgeladen habe. Also bitte entschuldigt längere Ladezeiten! Dafür eignen sie sich in der Auflösung prima als Bildschirmhintergrund oder oder zum Ausdrucken und Einrahmen!
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