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Japanese BBQ

So, 10. August 2008 · 1 Kommentar

Zunächst die Wochenmeldung vorweg: Wir sind vollständig! Das heißt konkret, dass das andere Zimmer am Mittwoch von Thomas, einem echten Pariser, bezogen wurde. Dieser ist französischer Jurareferendar und wird bis Weihnachten bleiben, um einen Englischkurs zu belegen und danach ein Praktikum bei einer Kanzlei in Sydney zu absolvieren. Obwohl er nicht von sich überzeugt ist, finde ich sein Englisch eigentlich ganz gut. Den französischen Akzent wird er wahrscheinlich nur schwer los werden – so wie ich den deutschen –, aber der macht ihn irgendwie sympathisch.

Samstag: Ausflugstag! Fast hatte ich schon die Hoffnung auf einen Outdoorladen aufgegeben, in dem ich eine Funktionsjacke kaufen kann. In der vorigen Woche bin ich schließlich durch die (gefühlt!) halbe Stadt gelaufen, um einen solchen zu finden. Selbst in dem größten australischen Bekleidungsgeschäft mit sechs Etagen gab so etwas nicht. Dabei bin ich nur mehrmals an den 200m Straße vorbeigelaufen, in denen anscheinend alle Geschäfte versammelt sind, die Outdoorartikel verkaufen… Letztlich fand ich, was ich suchte!

Highlight des Tages war zweifelsohne die Abendgestaltung! An dieser Stelle ein großes Dankeschön an Silke, die mich freundlicherweise mit Helen und Anthony bekannt gemacht hat! Die beiden führten mich in ein japanisch-koreanisches Restaurant in einer Seitengasse mitten im Sydneyer Hochhausdschungel. Das Prozedere dort ist wie folgt: Man bestellt ein Buffet, bekommt einen Grill auf den Tisch und die Uhrzeit wird notiert. Dann hat man hat 60 min Zeit, um aus etwa 40 Speisen das zu wählen, was man am Tisch selbst grillen möchte. Nach 60 min wird die Bestellung für das Dessert aufgenommen und nach 90 min verlässt man äußerst satt und höchstzufrieden die Lokalität. Ich kann nur sagen: einmalig!

Damit aber nicht genug: Helen und Anthony haben mich sogar noch mitgenommen auf eine kleine Sydneyrundfahrt. Über die Harbourbridge ging es zur Permanentkirmes „Luna Park“, durch den Nordteil der Stadt, vorbei am Fingerwharf und zurück durch „Kings Cross“, die Reeperbahn Sydneys, bis vor die Haustür. Zwischendurch gab’s ziemlich beeindruckende Aussichten…

Vielen Dank an Helen und Anthony für diesen tollen Abend, und an Silke für den Kontakt!

P.S.: Ich sehe gerade, dass ich die Bilder fälschlicherweise in Originalgröße hochgeladen habe. Also bitte entschuldigt längere Ladezeiten! Dafür eignen sie sich in der Auflösung prima als Bildschirmhintergrund oder oder zum Ausdrucken und Einrahmen!

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Manly und das Unwetter

Mo, 28. Juli 2008 · Kommentar schreiben

Sonntag ist Ausflugtag. Nach dieser Devise bin ich heute auf vielfaches Anraten nach Manly aufgebrochen, einen nördlich vom Zentrum gelegenen Vorort mit einem sagenhaften Strand. Allein die Fährfahrt vom Circular Quay aus ist schwer zu toppen. Kaum zu glauben, dass in dieser Stadt wirklich Leute leben, die das jeden Tag haben! Auf den Bildern kann man einen gewissen Eindruck gewinnen, und ich denke, ich lasse sie für sich sprechen.

Nur soviel noch: Der Weg vom Manly Beach zum Aussichtspunkt über die Bucht benötigte in etwa eine Stunde (gefühlt etwa zwei bis drei). Dort angekommen hatte ich das Vergnügen, eine schwere Gewitterfront auf mich zukommen zu sehen. Ein paar Nonnen und Glaubensbrüder waren ebenfalls dort und haben mich spontan mit dem Auto zum Fähranlager mitgenommen. Dort habe ich trockenen Fußes von einer Sportsbar aus das Gewitter inklusive heftigem Hagel (!) abgewartet. Die kühle Erfrischung lieferte derweil ein leckeres Bierchen. Vielen Dank nochmals an die hilfsbereiten Nonnen und Brüder!

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Sydney – erste Eindrücke

So, 20. Juli 2008 · Kommentar schreiben

Nach einer kleinen Augenpflege ging es nun ins Getümmel. Raus aus der Tür, rein in den Bus und in die Stadt – und gleich mal die falsche Haltestelle genommen! Statt am Circular Quai, also der Station zwischen Oper und Harbor Bridge, stieg ich schon an der Central Station aus. Machte aber nichts, so bot sich die Gelegenheit, Sydney ein Stück weiter per pedes zu erkunden. Mein Weg führte mich durch den Hyde Park und den Könglichen Botanischen Garten in Richtung Opernhaus. Da stand ich nun, die Oper zur einen Seite, die Harbor Bridge zur anderen und dazwischen die Bucht von Sydney, in der unenetwegt Fähren und andere Schiffe ein- und ausfahren und alles gekrönt von einem wolkenlosen Himmel kurz vor Sonnenuntergang. Man kann wirklich Stunden dort zubringen, ohne dass es langweilig wird. Aber auch der Blick von der anderen Seite der Bucht auf das Opernhaus schien mir reizvoll. Über die Promenande und durch das neue, alte Viertel „The Rocks“, das früher das erste Siedlungsgebiet europäischer Einwanderer und Gefangener war und heute Sydneys touristisches Amüsierviertel mit sehr einladenden gastronomischen Leckerbissen darstellt. In den kleinen Gässchen im modern aufgehübschten Kolonialstil lässt sich eine Menge Zeit mit dem Entdecken der einen oder anderen versteckten Sehenswürdigkeit entdecken. Wie zum Beispiel das „The Australian Heritage Hotel“, das seit nunmehr 200 Jahren ununterbrochen betrieben wird – eine stolze Zeit für eine vergleichsweise junge Stadt. Hier sollte ich nun mein erstes original australisches Abendessen einnehmen. Um den bevorstehen Kulturschock etwas abzumildern, beschloss ich, es mit einer australischen Pizzavariante zu probieren: Pizza Kangaroo. Ja, richtig: Pizza mit Känguruh! Und ich muss sagen, ich wurde nicht enttäuscht und bin nun gerne bereit, einen weiteren Schritt in die australische Küche zu wagen. Frisch gestärkt ging es unter der Harbor Bridge hindurch zurück Richtung Circular Quai, mittlerweile bei Dunkelheit. Beim Anblick der beleuchteten Szenerie muss man sich ernsthaft ein wenig daran erinnern, dass man wirklich in Sydney und nicht in einem überdimensionalen Reiseführer ist. Aber auf den Fotos kann man vielleicht selbst einen – wenn auch kleinen – Eindruck gewinnen!

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