Nun bin ich also angekommen in Sydney. Und ich muss ehlich zugeben: Ich bin ganz schön beeindruckt. Aber alles der Reihe nach.
Vor der Ankunft stand der Flug, der, soweit man das bei 23 Stunden Reisezeit sagen kann, angenehm verlief. Beim Zwischenstopp in Abu Dhabi durfte ich einen kurzen Einblick in arabische Geschäftigkeit am Flughafen gewinnen. Wer denkt, dass es um halb sieben morgens früh ruhig zugeht am Flughafen in Abu Dhabi – keine Chance! Auf einem Basar hätte ich so etwas erwartet, aber am Flughafen um diese Tageszeit? Wenigsten geht es nach knapp drei Stunden auch wieder weiter, und im Flugzeug war es dann auch wieder ruhiger. Überhaupt konnten sich Service, Essen und vor allem das Entertainmentsystem in den Flugzeugen wirklich sehen lassen. Allein mit der Sitzgröße hatte ich etwas zu kämpfen, was aber wohl eher an mir als an den Sitzen lag. Am Ende hat aber ein Landeanflug auf Sydney im Sonnenaufgang schon mal einen kleinen Vorgeschmack auf die nächsten drei Monate gegeben.
Ohne große Kontrollen ging es dann auf zur Unterkunft, wo ich schon um 7 Uhr morgens eintraf. Soweit, so gut! Einziges Problem: Die „Rezeption“ öffnete um 8 Uhr. Also noch ein kleines Frühstück in der Kaffeebar um die Ecke eingenommen und um 8 wieder zurück. Die Nachricht von Eric, dem Hausherrn und Rezeptionisten, dass das Zimmer wegen Belegung erst etwa gegen 10 Uhr frei wird, stimmte mich nicht gerade uberschwänglich freudig. Ich nahm aber mein Schciksal an und nutzte die restliche Zeit zur Erkundung der näheren Umgebung und des Campus der UNSW. Um 10 Uhr dann durfte ich dann doch noch mein Zimmer beziehen und gönnte mir wenigstens ein kleine Mütze Schlaf und eine Dusche.

